Antropical 2017: ,,das Publikum im Mittelpunkt”

Seit der Erstausgabe in 2016, hatten wir Zeit zu reflektieren und die nächsten Schritte zu planen. Während unserer Residenz florierte und inspirierte der Austausch zwischen den Teilnehmer*innen. Und damit sind nicht nur die einzigartigen Projekte und Werke gemeint, sondern auch das Leben in der Gemeinschaft. Allerdings gelang es uns nicht die erhoffte Interaktivität und Promotion von Antropical während des Kolla Festivals. Die Einbindung der Festivalbesucher zeigte sich schwieriger als erwartet.

Deshalb sehen wir Antropical 2017 als Möglichkeit die  
Untersuchung alternativer Ausstellungsmöglichkeiten fortzusetzen und unsere künstleriche Arbeit zu erweitern. Wir werden versuchen die Kunst noch integrativer zu gestalten mit besonderer Berücksichtigung der spezifischen Faktoren eines Festivals. Somit formulieren wir folgende Ausgangsfrage: Was ist die Beziehung zwischen Hochkultur und Popkultur?

Dieses Jahr wollen wir uns also verstärkt mit der Frage auseinandersetzen,
wie man mit dem Konservatismus in der Kunst umgeht, wenn Kunst als Bestandteil des Alltags gelten soll.

So treten wir in die Fußstapfen der Avant Garde und setzen uns mit der Qualität der Kunst, sobald diese ihre Komfortzone verlässt und sich dem Alltag stellt, auseinander. Was ist der Wert eines Kunstwerks außerhalb seiner Schutzzone, wenn es den öffentlichen Raum betritt, wo Bürger*innen, in unseren Fall die Festivalbesucher*innen, automatisch interagieren? Was wird aus Kunst, wenn künstlerisches Schaffen nicht im Sinne der Kunst um der Kunst Willen stattfindet, sondern einen sozialen Mehrwert fordert?


Daraufhin wird sich die Residenz von 2017 vor allem um das Publikum und dessen Rolle im Kunstdialog drehen. Das wichtigste Ziel ist die Schaffung eines Austauschs zwischen Teilnehmer*innen und letztendlich auch mit den Festivalgänger*innen. Somit gilt es ANTROPICAL verstärkt im Kontext der einzigartigen Festivalsituation erleben zu können, und das Projekt, seine Werke und Ideen auch an die nicht so großen Kunstinteressenten zu vermitteln.